Wordpress und Joomla! sind keine konkurrierenden Systeme, zumindest nicht was den Einsatz für komplexere Projekte betrifft. Wordpress ist nach wie vor primär ein Blogsystem, kann aber aufgrund der vielen verfügbaren Plugins für beliebige Zwecke engesetzt werden. Joomla! ist eher ein klassisches CMS, konzeptionell flexibel und mit umfangreichem API, letztendlich mächtiger und umfangreicher als Wordpress.

Bezüglich des Layout-Verhaltens existieren keine Unterschiede zwischen Wordpress und Joomla!, Bildanordnung bedeutet grunsätzlich Pfriemelei, es sei denn man erstellt Satz-Templates (Vorgehen wie beim Erstellen für Satzvorlagen für Bücher oder Prospekte) und hält sich dann bezüglich Bilddimensionen, Textlänge, Positionierung, Überschriften etc an diese Vorgaben. Auch was die Erstellung von Layouts(Templates) betrifft schenken sich alle CMS wenig, es ist immer das gleiche Prinzip dahinter:

1)Screendesign(Layout als Bild) liegt vor
2)Bildelemente aus Screendesign exportieren
3)Layout(Flächen) und Textgestaltung(Schriftarten, Farben, Dokumentelemente) in XHTML und CSS umsetzen
4)Mittels der jeweiligen CMS-API den gewünschten vom CMS verwalteten Content an gewünschter Stelle im Layout dynamisch(je nachdem was geklickt wurde) einfügen.

Global festlegen lassen sich nur Dinge wie: Bild vs. Textfluss, Überschriften und Absatz-Style, Satztyp, Abstände. Das funktioniert auch soweit. Aber wenn eine Seite so wie sie ist gut aussieht und man dann ein Bild austauscht gegen eines, das 3px höher und breiter ist dann wirkt das vollkommen anders und man muss wieder manuell pfriemeln bis alles im Lot ist. Sonst hat man unterschiedliche Abstände, einzelne Worte in der letzten Zeile, oder Bildhöhen die in halben Zeilen abschließen. Sie haben sehr viel (guten und wünschenswerten,) prinzipiell statischen Inhalt, da muss man einfach durch, ist auch ein endlicher Prozess. Im Community-Bereich, bei KundenStimmen, News und Blogartikeln gibt man sich in der Regel weniger Mühe, da einfach nicht lohnend/beherrschbar.

Wir bei shiftup | ntermedia design arbeiten mit den CMS Wordpress, Joomla!, Sharepoint, six, typo(contao) und drupal, Joomla! ist oft die kostengünstigste Variante viele Ziele (POS, viel statischer red. Content, Community, News-Content)  unter einen Hut zu bringen.

Wordpress ist tatsächlich viel übersichtlicher - das würde sich allerdings ändern bei dem Versuch eine komplexe Webseite mit Wordpress nachzubauen.

Wordpress ist als Blogsystem unschlagbar und hat seit Jahren einen weiteren, gewichtigen Vorteil gegenüber allen anderen OpenSource-CMS: Seine kompromisslose, eingebaute, und quasi erzwungene Suchmaschinenfreundlichkeit. Falls Sie die Zeit finden, regelmäßig (mind.alle 2 Wochen) einen Beitrag zu schreiben oder bereits welche vorrätig haben sollten Sie das unbedingt tun und die Vorlage Ihres Kollegen verwenden und in die derzeitige  Website integrieren, Google wird es Ihnen danken. Da wir zu Marketingzwecken auch unabhängige Themenblogs betreiben würde sich schnell ein merkbarer positiver Effekt einstellen.

Wir empfehlen unseren Kunden (die die Zeit bzw die Redakteure/das Budget haben) generell immer einen Wordpress-Blog zu betreiben, selbst wenn der Content nicht viel Neues oder Interessantes hergibt, einfach nur wegen des Suchmaschinen und Netzwerk-Effekts. Oft kaufen solche Kunden gleich ein Artikel-Kontingent (150 unique SEO-Artikel von denen dann alle 2 Tage einer automatisiert veröffentlicht wird), ist allerdings bei anspruchsvollen Zielgruppen eher kontraproduktiv, mehr etwas für Massenprodukte mit ähnlicher Qualität wie diese Artikel.

Auch um “die Message” in die Fläche des sozialen Netzwerkdschungels zu tragen ist Wordpress sehr praktisch, ein veröffentlichter Beitrag kann automatsiert via RSS, Twitter, FAcebook u.Ä. Schnittstellen quasi in Echtzeit verbreitet werden ohne dass man sich mit diesen Netzwerken im einzelnen auseinandersetzen muss(was sich in Deutschland auch nicht lohnen würde, kaum einer macht das).